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Minze - Ein wahres Göterwerk

Kräuterkolumne

Minze ist nicht nur Gewürz und Geschmacksträger, sie besitzt auch wertvolle und intensive Heilwirkungen. Das schon in alter Zeit hochgeschätzte Kraut galt in der griechischen Mythologie als wahres Götterwerk. Besonders an warmen Tagen tut uns Minze einfach gut und verfeinert viele Erfrischungsgetränke und Tees. Sie wirkt kühlend wie öffnend und hilft uns, einen klaren Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung zu treffen.

Minzen gibt es unzählige verschiedene Arten, wilde bis zu vielerlei gezüchteten Sorten. Am bekanntesten ist die echte Pfefferminze mit ihrem intensiven Mentholduft. Weit verbreitet sind unter anderem auch die Krauseminze sowie die Apfel-, Ananas-, Ingwer-, Zitronen-, Schoko- und Orangenminze. Sie alle haben große Wurzelausläufer und wachsen ziemlich unkompliziert in Hausgärten. Hier sollte man allerdings die Sorten nicht mischen, damit keine Kreuzung oder Verdrängung einzelner Sorten stattfinden kann.

Pfefferminztee ist ein wahrer Klassiker. Auch in der Küche darf Minze zum Würzen und Verfeinern von Speisen nicht fehlen. In Salaten, Suppen, Gemüsegerichten, Eintöpfen und Aufstrichen schmeckt sie sehr fein. Die erfrischende Pflanze ist oft in Mundwasser, Zahnpaste oder Kaugummi zu finden, da sie einen besonders guten Atem macht. Ich bevorzuge die Minze als Hydrolat, das ich vielfältig verwende, ob als Erfrischungsgetränk, Gurgelwasser, bei äußerlichen Anwendungen oder in der Küche.

Minze wirkt krampflösend, desinfizierend und enthält unter anderem auch antibiotische Wirkstoffe, kein Wunder, dass sie so beliebt ist. Ob Verdauungsprobleme, Blähungen, Gastritis, Übelkeit, Erkältungskrankheiten oder Atemwegsbeschwerden - die Minze kann einen wertvollen Beitrag leisten. Bei Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Kopfschmerzen kann ich Pfefferminze äußerlich als Auflage, Hydrolat oder Öl sehr empfehlen.

Die Pfefferminze wird auch als Liebespflanze genutzt, die ihr eine anregende und aphrodisierende Wirkung bei fehlendem Lustempfinden nachgesagt wird.

Ich rate dazu, Minze immer in geringer Menge einzunehmen. Es gibt bei jeder Heilpflanze ein zu viel des Guten, das gut abgeschätzt werden muss. Größere Mengen an Minze können die Magenschleimhäute angreifen, und da die echte Minze sehr viel Menthol in sich trägt, ist sie auch sehr kühlend. Hier ist vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen Vorsicht geboten, da sie nicht sagen können, wie sehr es von innen kühlt.

Also Minze bitte nur dann verwenden, wenn sie auch gut vertragen wird. Ich empfehle, Minze in Teemischungen zu geben, um eine besondere Heilwirkung zu erzielen.

Im Süden ist Minze ein Nationalgetränk, das zur Kühlung und Erfrischung dient.

Bei Räucherungen gibt die getrocknete Minze einen besonders frischen, erdigen und kühlen Duft ab, sowohl alleine als auch mit anderen Kräutern und Harzen gemischt. Eine Minze-Räucherung wirkt desinfizierend und reinigt die Räume, sie schenkt einen klaren Geist, muntert auf und beruhigt bei Stress und starker Anspannung.

Genießen Sie die Natur, die uns täglich zur Verfügung steht.

Ihre Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen