Zurück zur Übersicht

Naturkosmetik

Kräuterkolumne

Naturkosmetik – Lass dich verwöhnen mit den Düften der Natur 

Es ist einfach faszinierend, wie angenehm sich reine Naturprodukte auf der Haut anfühlen, und wie leicht sie selber herzustellen sind. Übers Jahr habe ich dafür viele Kräuter gesammelt, zu Ansätzen, Tinkturen und Hydrolaten verarbeitet, oder für einen wunderbaren Tee getrocknet. Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, die gesammelten Schätze fertig zu verarbeiten und zu genießen. Die Herstellung frischer Naturkosmetik macht mir nicht nur viel Spaß, ich freue mich auch immer auf den herrlichen Duft und die Wirksamkeit der fertigen Produkte. Darin stecken all die Wirkstoffe, die uns Mutter Erde rund um das Jahr zur Verfügung gestellt hat. 

Wichtig ist, dass alles, was für die Kosmetik verwendet wird, auch essbar ist. Schließlich nehmen wir all die Stoffe über die Haut in den Körper auf. Regionale Nahrungsmittel sind gut verträglich und hautwirksam, so kommen seit Jahrtausenden die Zutaten zahlreicher Kosmetikprodukte aus Küche und Garten. Ein duftendes Hydrolat, eine wohltuende Körpercreme, eine erfrischende Maske oder ein entspannendes Bad sind schnell gemacht: Rosenblütenessig, Milch, Öle oder Honig, lassen sie im Handumdrehen entstehen. Zusatzstoffe wie ätherische Öle, Bienenwachs, Xantan usw. runden die Produkte ab und sind dennoch natürlich. Das Hydrolat ist mein natürliches Parfum, das ich aus den reinen Kräutern destilliere und unter anderem als Gesichtswasser, Haarwasser oder Körperduft in die Naturkosmetik einarbeite.

Diese Mischungen kannten schon die alten Ägypter genauso wie unsere Großmütter, die sich natürlich zu helfen wussten, ehe es die käufliche Schönheitspflege gab. Die meisten alten Rezepte sind verblüffend aktuell. Die Grundlagen dafür sind in den hochwertigen Pflanzenölen und Mazeraten, in etwas Bienenwachs und Garten- oder Wildkräutern zu finden. Naturkosmetik mit frischen Kräutern ist eine besondere Wohltat, weil diese die Fehlleistungen des Organismus ausgleichen, Abwehrprozesse in Gang bringen und somit unser Immunsystem zur Selbstregulation anregen! Täglich sind wir vielen extremen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Staub, Sonne, giftige Abgase, Industrieseifen, aber auch der Stress beanspruchen unsere Haut sehr. Nur wenn wir unsere Kosmetik selber herstellen, wissen wir wirklich über deren Inhaltsstoffe Bescheid. Kleine, für den aktuellen Verbrauch hergestellte Mengen, muss man auch kaum konservieren. Natürliche Konservierungsstoffe wie ätherische Öle und Tinkturen oder Essig sind dann vollkommen ausreichend.

Besonders wertvoll sind auch die Gerbstoffe in den Wildkräutern. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und zusammenziehend. Dies hilft bei Geschwüren, Verbrennungen oder Entzündungen und wird auch gerne in der Mundhygiene genutzt. Auch bei Hautpilzen und anderen Hautproblemen können Gerbstoffe, etwa in Bädern, hilfreich eingesetzt werden.

Gerbstoffe befinden sich meist in Wurzeln und Rinden, aber auchin Blättern. Typische Kräuter sind Eichenrinde,Brombeerblätter, Schafgarbe, Kamille, Blutwurz, Salbei und Frauenmantel.

Für eine schöne Haut ist aber nicht nur eine naturnahe Kosmetik verantwortlich. Gesunde regionale und saisonale Ernährung, ausreichend Schlaf, genügend Flüssigkeit und eine gesunde Lebenseinstellung leisten auch hier einen entscheidenden Beitrag. 

Ich lade Sie herzlich ein, im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen die Naturkosmetik - Düfte, Deos, Hydrolate, Bäder und Cremen - zu erleben und deren Herstellung zu erlernen. Überzeugen Sie sich selbst, wie dankbar Haut und Körper auf einfache Lebensmittel reagieren.

 

Monika Kronsteiner,

Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen