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Jungbrunnen Kneippkur

Sensationell: Rosa Lamm kommt seit 58 Jahren! - jährlich zur 3 Wochenkur

„Jedes Mal, wenn ich nach Bad Mühllacken zur Kneippkur komme, fühle ich mich wie zu Hause. Das war schon immer so!“ Die Dame, die das sagt, muss es ja wissen: Rosa Lamm aus Perchtoldsdorf (NÖ) verbringt ihren 58. (!) Kuraufenthalt im Kneipp Traditionshaus. Dass sie schon den Neunziger am Lebensjahren erreicht hat, sieht man der drahtigen und eloquenten Frau gar nicht an. „Regelmäßiges Kneippen stärkt den Organismus, daher ist unser treuester Kurgast noch so fit“, freut sich Betriebsleiterin Elisabeth Rabeder über die beste Werbeträgerin für Bad Mühllacken.

Das erste Mal ist Rosa Lamm 1958 mit ihrem Gatten Franz ins Mühlviertel auf Kur gekommen. „Als wir durch die Ebene gefahren sind, dachten wir an eine fade Gegend. Umso größer war unsere Überraschung, als wir ein paar Meter nach dem Kurhaus das wildromantische Pesenbachtal entdeckten“, erinnert sie sich.

Die Säuglingsschwester hatte in jungen Jahren schwere Migräneanfälle. Deswegen musste sie starke Medikamente einnehmen. „Ich habe viele Ärzte aufgesucht, bis mir ein Primar in Wien eine Kur in Bad Mühllacken empfohlen hat“, erzählt der quirlige Kurgast. „Nach der ersten Kneippkur fühlte ich mich wesentlich besser. Seither fahre ich jedes Jahr nach Bad Mühllacken. 47 Mal, bis zu seinem Tod im Jahre 2005, war auch mein Mann mit. Nur ein einziges Jahr haben wir ausgelassen – da waren wir nämlich auf Amerika-Reise“, berichtet der bisher treueste Kurgast in der nunmehr 80-jährigen Kneipp-Geschichte der Marienschwestern in Bad Mühllacken.

Das junge Ehepaar Lamm absolvierte vormittags die Anwendungen mit den diversen Kalt-Warmwasser-Güssen, Wickeln, Moorbädern usw. Nachmittags ging es hinaus in die herrliche Natur. Die Kurgäste aus Niederösterreich waren aber keine Kinder der Traurigkeit, sondern sie knüpften rasch Kontakte mit Einheimischen. „Uns hat es interessiert, wie die Leute hier leben und was auf einem Bauernhof alles los ist“, plaudert Rosa Lamm aus der Schule.

Wer drei Jahre und vier Monate seines bisherigen Lebens im selben Ort auf Kur ist, der kennt verschiedene Winkel in der Umgebung oftmals besser als Einheimische. „Wir haben in all den Jahrzehnten viel Hetz‘ gehabt und auch viele Freude erlebt. Beim Pernsteiner Lois in Oberhart haben wir eifrig gesungen und die gute Speckjause hat uns gemundet, beim Fürstberger haben wir den guten Most genossen und beim Leinberger haben es uns die Selchknödel angetan“, lässt Rosa Lamm viele schöne Stunden in der Vergangenheit Revue passieren. Kein Wunder, dass sich die rührige Frau, die auch während der vergangenen Kur in den kühlen Fluten des Waldbades hinter dem Kurhaus geschwommen ist, noch immer heimisch fühlt in Bad Mühllacken.

Familiär ist es in dem kleinen Kurort schon immer zugegangen. „Das hat sich wenig geändert“, weiß Rosa Lamm. Auch die Kneippanwendungen sind dieselben geblieben. „In den ersten Jahren, als ich zur Kur gekommen bin, war die ganze Ausstattung noch recht einfach, da haben die Schwestern noch alles gemacht. Heute sind alle Anlagen schön und modern, das Angebot im Kurhaus ist viel umfangreicher, und außerdem arbeiten jetzt viele bereits vertraute Angestellte hier“, schildert der treueste Kurgast die Veränderungen.

Viele Jahre hat das Ehepaar Lamm privat gewohnt bei der Familie Tröstl direkt neben dem Kurhaus. "Seit vielen Jahren habe ich ein Zimmer im Kurhaus, das ist für mich natürlich bequemer“, sagt Rosa Lamm. Während der Kur trifft sich täglich eine Kaffeerunde mit ihr im Cafe Einkehr, in der die jung gebliebenen Kneipp-Freaks ihre Erfahrungen und natürlich Tratsch austauschen.

„Solange der Herrgott will und die Heiligen nichts dagegen haben, bin ich im nächsten Sommer wieder in Bad Mühllacken. Mein Zimmer habe ich auf jeden Fall reserviert und ich freue mich drauf, alle wieder zu sehen“, sagt die flotte 90-Jährige. Und was hält sie so jugendlich? „Daheim kneippe ich auch. Warme und kalte Arm- und Kniegüsse gehören zum Alltag!“ Betriebsleiterin Elisabeth Rabeder ist ganz begeistert: „Weil Frau Lamm schon in jungen Jahren mit den Kneipp’schen Lebensweise begonnen, ist sie körperlich noch so fit und hält die Anstrengungen, die eine Kur mit sich bringt, noch sehr gut aus! Neben dem Wasser gehören auch noch Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung zu den insgesamt fünf Kneippsäulen dazu!“ Es sind die Schätze unserer Heimat und das Wissen um den richtigen Einsatz der Kneipp´schen Naturheilkunde, die jeden schnellen  Gesundheitstrend überleben. Vom Kleinkind bis zum alten Menschen profitiert man in jedem Lebensalter von der gelebten Praxis, sind sich Frau Lamm und die Experten des Hauses einig.

Gefeiert wurden auch Frau Margot Kirchweger aus Dietach und Frau Katharina Wahl aus Neuhofen. Beide kommen bereits 25 Jahre zur Kur nach Bad Mühllacken.