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Holunderbeeren - Gesund in den Herbst

Kräuterkolumne

Jetzt wird es Zeit, sich auf die kühleren Monate vorzubereiten und das Immunsystem zu stärken. Bei dem wunderschönen Wetter ist es heuer sehr verlockend, darauf nicht zu achten, dennoch ist es wichtig. Vor allem gehört die Nahrung auf wärmende Speisen umgestellt.

Die Natur zeigt sich in ihrer Farbenpracht und Vielfalt, Obst und Gemüse gibt es in reichhaltiger Auswahl. Gut zur Stärkung für den Herbst und die Winterzeit eignen sich Holunderbeeren. Ob als Saft, Gelee, Marmelade, Kompott, Mus oder eingekochter Röster, Holunder ist der Klassiker aus Omas Küche und verleiht allen Zubereitungen eine kräftig violette Farbe. Auch für Schnaps und Likör sind Holunderbeeren beliebt. Vor allem mit Zwetschken, Äpfel oder Birnen kombiniert, schmeckt Holunder einfach gut. Besonders den Hollerröster, gewürzt mit Zimt, Nelken, und Zitronenschale, liebe ich sehr. Ich kann Produkte aus Holunder sehr empfehlen, da so viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind, vor allem Vitamine, Mineralstoffe, Kalium, Kalzium und Eisen.

Holunderbeeren können von September bis Oktober geerntet, bereits ab Mitte Mai können die Holunderblüten gepflückt werden. So ist der Holunder eine gesunde und vielseitige Heilpflanze, die heute in der Volksmedizin und in der Naturheilkunde sehr beliebt ist. Auch heute hört man noch hin und wieder, dass wir vor dem Holunderbusch den Hut ziehen sollen, da er so heilkräftig ist. Es verbirgt sich so manch umfangreiches magisches Wissen rund um den Hollerbusch.

Der Schwarze Holunder ist ein Gehölz, eine Staude oder auch ein Baum, der unter den Namen Holler, Holder, Hollerbusch und Schwarzer Flieder bekannt ist. Bei den Holunderbeeren handelt es sich um beerenartige Steinfrüchte, die nur nach der Erhitzung bekömmlich sind. Holunderbeeren enthalten – vorrangig in unreifem Zustand – eine giftige Substanz namens Sambunigrin, die zu Brechreiz und Verdauungsstörungen führt, daher unbedingt die Beeren kochen. Zum Verzehr eignen sich auch die Blüten. Holunder blüht in Dolden von vielen kleinen, cremeweißen, süßlich duftenden, aromatischen Blüten, die im Frühjahr für uns da sind - als Tee, Tinktur, Saft oder Speise.

Bei einer beginnenden Erkältung oder einem grippalen Virusinfekt ist Holundersaft ein altbewährtes Hausmittel. Sie können die reifen Holunderbeeren traditionell in einem Entsafter zu Saft verarbeiten und ihn auch für den Winter konservieren. So lässt sich schnell ein Gewürztrank aus heißem Holundersaft zubereiten, wenn Sie durchgefroren oder sogar durchnässt von draußen hereinkommen. Erhitzen Sie ¼ l Holunderbeerensaft zusammen mit ¼ l Wasser, nicht kochen, und geben Sie zwei Gewürznelken, eine halbe Stange Zimt und drei Kardamomkörner hinzu. Lassen Sie die Gewürze drei Minuten im Saft ziehen. Trinken Sie den Gewürztrank so heiß wie möglich in kleinen Schlucken. Sie werden schnell von innen warm und entkommen so einer Erkältung.

Bei Erkältungen ist auch ein Holunderblütentee sehr beliebt, da er schnell eine Besserung verschafft. Gleichzeitig beruhigt Holunder unsere Nerven, vertreibt depressive Verstimmungen und gibt uns immer wieder neuen Schwung.

Genießen Sie den Herbst mit seiner Vielfalt, und gönnen Sie sich den natürlichen Geschmack der Holunderbeeren.

Ihre Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen