Zurück zur Übersicht

Der Mensch im Mittelpunkt

Das ist die Kernaussage der TEM: Schon seit 2500 Jahren ist die TEM, die Traditionell Europäische Heilkunst, in unseren Breiten fixer Bestandteil der Gesundheit. Aufgrund des rasanten Fortschritts in der Medizin für Jahre in Vergessenheit geraten, gewinnt sie seit einiger Zeit immer mehr an Bedeutung. Die Gründe dafür liegen in immer komplexeren Krankheitsbildern, die mit Medikamenten alleine immer öfter nicht in den Griff zu bekommen sind. Auch das steigende Bewusstsein für den ganzheitlichen Ansatz im Gesundheitswesen und das Wissen um die Schätze der Natur bescheren alten Heiltraditionen einen Boom.
Wesentliches Element in der TEM ist die Betrachtung des Menschen in seiner Gesamtheit als Einheit aus Körper, Geist und Seele. In der TEM wird er aber auch immer im Wechselspiel mit seiner gesamten Umwelt betrachtet. So fließen in die Behandlung alle Komponenten ein, die für die Gesundheit wichtig sind. Das kommt nicht nur zum Beispiel Burnout-Patienten zugute, deren Probleme das Resultat einer ganzen Reihe von Symptomen sind, sondern allen Menschen, die auf langfristige Linderung und Heilung setzen und die Selbstheilungskräfte stärken wollen.

Was ist die TEM
„Wir geben Ihnen wertvolles, fast schon vergessenes Wissen und Tipps für Ihr körperliches Wohlbefinden weiter, die manchmal vom festgetretenen Weg abweichen und doch zum Ziel führen.“, so sagt es die Infobroschüre der TEM. Ein Eckpfeiler dabei ist die Lehre nach Sebastian Kneipp und Kneippgüsse sind daher fixer Bestandteil in der TEM.
Der Einstieg in die TEM beginnt immer mit einem Fragebogen. Dieser erleichtert die Zuordnung zum jeweiligen Archetypen, der Bestandteil in der Diagnostik ist. Mit diesem Fragebogen erfolgen seitens der Ganzheitsmediziner neben der Anamnese auch eine Iris- und eine Segmentdiagnostik.
Die tiefgreifende Spezialisierung aller TEM-Ärzte ermöglicht die genaue Bestimmung des Archetypen, der in Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker und Phlegmatiker unterteilt ist. Aufgrund dieser Zuordnung wird dann anschließend der Therapieplan für jeden einzelnen Gast ganz individuell erstellt. Mit dabei sind immer spezielle Massagen, ein Bewegungspaket und auch die Küche ist auf die typengerechte Kulinarik ausgerichtet.

Lange Kurgeschichte
Nicht umsonst steht das 1. Zentrum für TEM in Bad Kreuzen, denn dort blickt die Kurtradition auf 150 Jahre zurück. Bereits 1846 errichtete der Arzt Maximilian Keyl in der alten Schlosstaverne zu Kreuzen eine Kaltwasserheilanstalt. 1961 wandte sich der Pfarrer in Bad Kreuzen an die Marienschwestern in Linz mit der Bitte, ein Kneipp-Kurhaus zu errichten, im März 1972 wurde es dann eröffnet.

Hilfe zur Selbsthilfe
Auf Basis der Original Kneipp Therapie wird in der Traditionellen Europäischen Medizin ein umfangreiches Programm zur körperlichen und geistigen Kräftigung angeboten, sowie Tipps zur Selbsthilfe. Die „beseelte, wesensgerechte Heilkunst früherer Generationen, in Beachtung der modernen Entwicklung!“ ist die Definition der TEM. Für die erfolgreiche Umsetzung tragen zwar nicht ausschließlich die Marienschwestern mit ihrer christlichen Einstellung bei, aber doch sehr wesentlich. In Kombination mit den  bestens geschulten Mitarbeitern, der guten Infrastruktur und der Lage des Kneipp Traditionshauses am Maria-Hilf-Berg wird das stimmige Gesamtpaket geschnürt. 150 Kilometer Wanderwege, ein Osteoporose-Therapiegarten und der Kneipp-Wanderweg direkt am Areal machen den Weg zur Gesundheit einfach, denn einer der wichtigsten Faktoren der TEM ist der Ansatz, möglichst alle Bewegungseinheiten im Freien durchzuführen. In Bad Kreuzen liegt alles Notwendige direkt vor der Haustüre.  

Pfarrer Kneipp und seine Schwestern
KneippgussFixpunkt jedes TEM-Aufenthaltes sind Kneipp-Güsse, die je nach Beschwerden sehr unterschiedlich ausfallen. Die Güsse sind fest in der Hand der Marienschwestern und wenn zum Beispiel ein heißer Lumbalguss dabei ist, dann beeilt sich Schwester Roberta anzumerken, dass man nun für eine Weile auf dieser Stelle ziemlich rot sein wird. Egal, bei den blauen Flecken nach dem Schröpfen spielt das auch keine Rolle mehr und für Schönheitswettbewerbe ist das Kneipp-Kurzentrum ohnehin nicht der richtige Ort. Das gesamte Kurhaus in Bad Kreuzen ist nach den fünf Säulen der Kneippschen Gesundheit ausgerichtet, nämlich  Wasser, Ernährung, Heilpflanzen, Bewegung und Lebensführung. Ergänzt wird es durch Massageangebote und Aromatherapien.

Mahlzeit!
Kochvorträge nach der TEM110 Heilpflanzen, ein professioneller Küchenchef und eine stattliche Anzahl an Schwestern sind die Zutaten für die TEM Küche. Gekocht wird typengerecht und zur Auswahl gibt es mittags vier Menüs - eben für jeden Archetyp ein passendes - und abends zwei. Für welches Gericht man sich letztendlich entscheidet, bleibt alleine den Gästen überlassen, doch es empfiehlt sich schon, das zum Typ passende zu wählen. Erfahrene Gäste berichten nämlich von wunderbarem Wohlbefinden, sobald sie sich typengerecht ernähren.
In der Küche regieren die Marienschwestern, die gemeinsam mit Küchenchef Bernhard Neururer wieder daran erinnern, was der europäische Boden so alles an Genussmitteln zu bieten hat. Gegessen wird dreimal täglich, Abendessen ist um 17h30, was für Viele gewöhnungsbedürftig ist, aber der europäischen Tradition entspricht. Und wohlgemerkt auch gesünder ist, als das späte Schlemmen. Rechtes Maß und das Wissen um das richtige Essen und Trinken zählen zu den Lebensregeln von TEM.
Ein Rat aus der Küche: Dinkel und Fenchel machen glücklich! Es lohnt also, die normalen Teigwaren ab und zu durch Dinkel zu ersetzen. Auch Polenta findet sich regemäßig auf der Karte, weil er einen geringen Weizenanteil hat und sehr sättigend ist.
Beim Buffet sind die typgerechten Gewürze für jeden frei zugängig und bereits nach kurzer Schulung wissen die Gäste, dass zum Beispiel Galgant gut fürs Herz ist. Eingekauft wird regional und saisonal, die Ausrichtung ist „klösterlich“, was sich aber nur auf die heimische Ausrichtung bezieht, eben was ein Klostergarten früher so hergab.  Die Größe der Portionen ist eher „weltlich“, also sehr großzügig ausgelegt. Im Hause selbst werden vier verschiedene Kräutersalze von Schwester Barbara selbst hergestellt.
Die Ernährung hat eine zentrale Bedeutung für das Wohlbefinden und so wird im Kneipp-Traditionshaus dem Essen großer Stellenwert eingeräumt. Mit der richtigen Ernährung wird die körpereigene Konstitution gestützt und Disharmonien werden reguliert. Dreimal täglich wird ausgiebig gegessen, aber wer sich entsprechend bewegt wird feststellen, dass es dann interessanterweise zu keiner Gewichtszunahme kommt. Ein Element der Bewegungsangebote ist „Wyda“ das Europäische Yoga, und wer das unter Anleitung eine Woche lang praktiziert, kommt merklich zur Ruhe.

Alles Kräuter, oder was?
Kräuter nach der TEMIm Zuge des Aufenthaltes in Bad Kreuzen wird auch eine typengerechte Kräuterberatung angeboten. Welche Kräuter warum und für wen am besten geeignet sind, erfährt man dort genauso, wie den Hinweis, dass Salbei in jedem Garten sein muss, weil er für Magen und Darm unerlässlich ist. Auch die Zirbe wird erwähnt, und dass sie die Herzfrequenz senkt. Das wissen mittlerweile die Kundigen zwar schon, neu war aber die Information, dass Obst in einer Zirbenschale aufgrund deren antibakterieller Wirkung länger hält. Auch Quendel, der wilde Thymian, ist ein Thema und wird als Förderer der Konzentration oft empfohlen.
Im „Pharmkon“, dem Raum der Düfte, Kräuter und geheimnisvoller Gerüche wird mit einer Destillieranlage ein regelrechtes Kräuterdepot angelegt. Zu speziellen Terminen können auch Gäste unter fachkundiger Anleitung hier ihre eigenen Salben rühren oder Tees mischen.

Alte Heilmethoden
Neben Kneippen und Schröpfen wird in Bad Kreuzen auch der Aderlass nach Hildegard von Bingen als traditionelle Heilmethode angeboten. Die vier Termine pro Jahr sind regelmäßig ausgebucht und laufen unter dem Motto: „Die körpereigene Apotheke wird geöffnet“. Was ganz dem Sinne der TEM nach Aktivierung der Selbstheilungskräfte entspricht. Moderne Heilkunst mit beseelter Tradition ist das Credo der TEM und wird von allen Mitarbeitern gelebt. Weltweit wird die TEM nur in Aspach, Bad Kreuzen, Bad Mühllacken und Linz von den Marienschwestern angeboten.

Umweltzeichen
UmweltzeichenDas TEM-Zentrum der Marienschwestern in Bad Kreuzen ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet, was wunderbar ins Gesamtkonzept passt. (Das Gütesiegel zeigt das umweltbewusste Management und soziales Handeln eines Tourismusbetriebes).