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Das Leben wieder spüren

"Jetzt spüre ich mich wieder - Nach dem Fasten bin ich wieder Herr in meinem Körper": Solche und ähnliche Reaktionen hört Elisabeth Rabeder oft von ihren Gästen.

Rabeder leitet das Kneipp Traditionshaus Bad Mühllacken der Marienschwestern vom Karmel, das auf Fastenangebote spezialisiert ist.

"Fasten ist mehr als nichts essen. Wann Fasten als Diät missbraucht wird, ist das Humbug", betont Rabeder, die Gruppe und Einzelpersonen beim Fasten begleitet. "Wer hingegen beim Fasten neben der körperlichen auch die geistige und seelische Komponente beachtet, dessen Leben bekommt einen anderen Tiefgang, er wird achtsamer und feinfühliger." Deshalb sollten neben dem Verzicht auf Nahrung auch einige weitere "Säulen" fixer Bestandteil einer Fastenwoche sein: Abstand von Terminen und Verpflichtungen, Rückzug in die Stille, Bewegung und verschiedene Anwendungen, die den Ausleitungsprozess unterstützen.

Eine Fastenwoche allein ist nicht der Garant dafür, dass "nachher alles gut ist". Aber sie kann den Anstoß dazu geben, seinen Lebensstil nachhaltig zu verändern. Rabeder nennt ein Beispiel: "Übersäuerung ist nicht allein auf ungesunde Ernährung zurückzuführen, sondern auch auf einen falschen Lebensstil. Um herauszufinden, was in meinem Leben nicht so läuft, wie ich es mir wünsche, ist professionelle Begleitung beim Fasten wichtig", unterstreicht Rabeder.

Anfangsprobleme sind normal

Natürlich ist es prinzipiell auch möglich, zu Hause zu fasten. Es ist dann aber unbedingt notwendig, sich trotzdem Freiräume zu schaffen, sich z.B. Zeit für Spaziergänge oder einen Leberwickel zu nehmen.

Elisabeth Rabeder hat die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen den Fastenprozess vorzeitig abbrechen, wenn es am Anfang zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Frösteln oder Kreislaufproblemen kommt. "In solchen Situationen ist die Unterstüztung in einer Gruppe und durch einen Fastenbegleiter sehr hilfreich", so Rabeder. "Es tut gut, sich auszutauschen und aufgeklärt zu werden, dass diese Probleme ganz normal sind und nach zwei, drei Tagen wieder verschwinden."

Wer richtig fastet, hungert nicht, ist Elisabeth Rabeder überzeugt. "Wichtig ist es, genug zu trinken: Schon zeitig am Morgen sollte man mit einem Glas Leitungswasser beginnen. Über den Tag verteilt empfehle ich acht Gläser Wasser - eventuell mit Zitrone und Kräutern versetzt - zu trinken." Zusätzlich unterstützen verschiedene Kräutertees die Ausleitung oder helfen, wenn der Kreislauf "im Keller" ist.

Auch die Atmosphäre bei den Mahlzeiten trägt zum Erfolg des Fastens bei. "Das Auge isst mit", so Rabeder, auch wenn es nur Fastensuppe, Obst- oder Gemüsesäfte gibt.

Gelebte Spiritualität

Oft gibt es beim Fasten auch psychische Begleiterscheinungen, "es bricht etwas von früher auf - Konflikte in der Partnerschaft oder Familie, die nicht aufgearbeitet wurden", weiß die Leiterin des Kneipp Traditionshauses. In Bad Mühllacken, das von den Marienschwestern vom Karmel geführt wird, bietet man auch spirituelle Begleitung an. "Der klösterliche Rhythmus mit den Gebetszeiten tut unseren Gästen gut." Die Ordensfrauen stehen für Gespräche zur Verfügung, bieten geführte Wanderungen an und arbeiten bei den Therapien mit.

  • Das Verdauungssystem hat "Urlaub"
  • Gewichtsreduktion - ganz nebenbei
  • Entgiftung und Reinigung von ungesunden Ablagerungen an Gelenken
  • Schönere Haut und gesunder Darm
  • Neuer Genuss am Essen
  • Anreiz, den Lebensstil zu ändern, die Ernährung langfristig umzustellen und achtsamer zu leben
  • Heilsame Wirkung - z.B. Verbesserung der Blutwerte, Senken des Blutdrucks, Rheuma- und Gelenksbeschwerden verschwinden

Das Kneippkurhaus der Marienschwestern vom Karmel liegt am Rande des Naturschutzgebietes Pesenbachtal. Bad Mühllacken ist auf das Thema Fasten, bewusste Ernährung und Traditionelle Europäische Medizin spezialisiert. In Bad Mühllacken wird Fasten nach Dr. Buchiunger, Fasten nach der Klostermedizin, Kneipp- und Suppenfasten angeboten.